Lichttherapie

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15 bis 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen durchleben zumindest einmal eine depressive Episode. Allein im Grossraum Wien dürften nicht weniger als 3000 Erkrankungen der saisonal abhängigen Depression (SAD) bzw. Winterdepression zuzuordnen sein. Einer Form der Depression, die bei Erwachsenen schon seit Jahren mit grossem Erfolg durch Lichttherapie behandelt wird. Bei Kindern kann sich Lichtmangel im Winterhalbjahr ebenso auswirken wie bei Erwachsenen.
Da aber gerade im Winter die lernintensivste Phase in der Schule ist, wird der Zustand oft auf Überforderung zurückgeführt und die Depression bleibt unerkannnt. 
Die Störung tritt in der lichtarmen Zeit des Jahres auf, mit erste Anzeichen im September und Oktober und der stärksten Ausprägung im Januar und Februar. Im Frühjahr klingen die Symptome ohne Behandlung ab. 

Wichtige Anzeichen, die bei einem Kind auf eine Winterdepression hinweisen:

  • Änderung des Verhaltens:  aus lebhaften werden stille Kinder, aus ausgeglichenen irritierbare usw. 
  • Rückgang der Phantasiefähigkeit (zeigt sich etwa beim Spielen).
  • Lustlosigkeit und Interessenverlust in allen Lebensbereichen.
  • Rückzug von Familie und Freunden. 
  • Konzentrationsstörungen und Lernprobleme. 
  • Leistungsabfall in der Schule.
  • Erhöhtes Schlafbedürfnis und verlängerte Schlafdauer.
  • Heisshungerattacken. Bevorzugt werden Schokolade, Nudeln, kohlenhydratreiche Speisen.
  • Gewichtszunahme.

·         Die Symptome beginnen im Herbst und klingen im Frühjahr ab.